Hund hat Blut im Stuhl oder blutigen Durchfall
Blut im Stuhl zeigt sich beim Hund als hellrote Streifen oder Tropfen, als blutiger, geleeartiger Durchfall oder als schwarzer, teerartiger Kot. Etwas hellrotes Blut bei einem Hund, der sonst normal frisst und fit ist, stammt oft von einer Reizung im hinteren Darmabschnitt, trotzdem sollten Sie gleich Ihre Tierarztpraxis anrufen. Viel Blut, geleeartiger blutiger Durchfall, schwarzer Kot, Erbrechen, Schwäche, blasses Zahnfleisch, ein Welpe oder möglicherweise gefressenes Rattengift erfordern sofort einen Tierarzt.
Allgemeine Gesundheitsinformationen, keine tierärztliche Untersuchung. Wenn Sie sich Sorgen machen, wenden Sie sich an eine Tierarztpraxis.
Wie dringend ist es?
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Sofort zum Tierarzt
- Setzt viel Blut ab oder hat blutigen Durchfall, der wie Gelee oder Himbeermarmelade aussieht
- Schwarzer, teerartiger Kot oder Kot, der dunkelrot bis schwarz aussieht, wenn Sie etwas davon auf weißem Küchenpapier abstreifen
- Erbricht zusätzlich oder frisst oder trinkt nicht mehr
- Ist schwach, sehr matt, wackelig auf den Beinen oder zusammengebrochen, hat blasses oder weißes Zahnfleisch, Fieber oder der Bauch scheint zu schmerzen
- Ist ein Welpe oder nicht vollständig geimpft und hat auch nur etwas Blut im Kot oder Durchfall, besonders mit Erbrechen, Müdigkeit oder Appetitlosigkeit
- Hat möglicherweise Rattengift gefressen, auch vor einigen Tagen, oder einen anderen giftigen Stoff, oder einen Gegenstand wie Knochen, Stock oder Spielzeug verschluckt, auch wenn er noch fit wirkt
- Blutungen oder Blutergüsse an anderen Stellen (Nase, Maul, Zahnfleisch oder Haut), Blut im Urin, ein aufgeblähter Bauch oder Atemnot
- Hat innerhalb weniger Stunden immer wieder blutigen Durchfall oder wirkt ausgetrocknet
Innerhalb von 24 Stunden zum Tierarzt
- Ein Streifen oder ein paar Tropfen hellrotes Blut oder etwas Blut mit Schleim auf sonst geformtem Kot, und Ihr Hund frisst, trinkt und verhält sich normal: rufen Sie gleich Ihre Tierarztpraxis an, dort sagt man Ihnen, wie schnell Sie kommen sollten
- Presst beim Kotabsatz, muss oft und setzt kleine Mengen weichen Kot mit Schleim ab, mit oder ohne etwas Blut, ist sonst aber fit
- Der Durchfall dauert schon länger als zwei Tage, auch wenn der Hund fit wirkt, oder kleine Mengen Blut tauchen immer wieder auf
- Blut oder Schleim im Kot kommt über Wochen immer wieder, oder Ihr Hund verliert Gewicht
Zu Hause beobachten
- Die Tierarztpraxis hat etwas Blut im Kot bereits angesehen, Ihr Hund frisst und verhält sich normal und der Kot wird wieder normal: weiter beobachten und erneut anrufen, wenn wieder Blut auftaucht oder neue Anzeichen dazukommen
Unsicher, welche Zeile passt?
Beschreiben Sie die Symptome Ihres Tieres und erhalten Sie in etwa einer Minute eine kostenlose Einschätzung der Dringlichkeit.
Symptome prüfenHäufige Ursachen
| Ursache | Was Ihnen auffallen kann | Übliche Dringlichkeit |
|---|---|---|
| Etwas Falsches gefressen oder plötzlicher Futterwechsel | Weicher Kot mit etwas rotem Blut nach dem Durchwühlen des Mülls, nach verdorbenem Futter oder Stöcken oder nach einem schnellen Futterwechsel | Binnen 24 h |
| Dickdarmentzündung (Kolitis), auch stressbedingt | Häufig kleine Mengen weicher Kot mit Schleim, Pressen und etwas hellrotem Blut am Ende; oft durch Stress ausgelöst | Binnen 24 h |
| Darmparasiten (Peitschenwürmer, Hakenwürmer, Giardien) | Durchfall mit frischem Blut oder Schleim oder schwarzer, teerartiger Kot; bei Welpen kann ein starker Hakenwurmbefall zu gefährlichem Blutverlust führen | Binnen 24 h |
| Länger bestehende Darmerkrankungen (zum Beispiel chronisch-entzündliche Darmerkrankung, Futterallergie, Tumoren) | Blut oder Schleim im Kot, das über Wochen oder Monate kommt und geht | Binnen 24 h |
| Akutes hämorrhagisches Durchfallsyndrom (AHDS, früher hämorrhagische Gastroenteritis) | Plötzlich viel blutiger, geleeartiger Durchfall wie Himbeermarmelade, oft mit Erbrechen und Mattigkeit; häufiger bei kleinen Rassen und Zwergrassen | Sofort |
| Parvovirose | Welpen oder ungeimpfte Hunde: Müdigkeit, Appetitlosigkeit und Erbrechen, danach Durchfall, der Blut und Schleim enthalten kann | Sofort |
| Rattengift (gerinnungshemmend) oder andere Giftstoffe | Blutiger oder schwarzer, teerartiger Kot, blasses Zahnfleisch, Schwäche, Blutergüsse; die Anzeichen beginnen oft erst 3 bis 7 Tage nach dem Fressen des Gifts | Sofort |
| Verschluckter Gegenstand, Darmverschluss oder Darmeinstülpung | Erbrechen, Bauchschmerzen, frisst nicht, wenig blutiger Durchfall; Darmeinstülpungen sind bei jungen Hunden häufiger | Sofort |
| Blutung im Magen oder Dünndarm (zum Beispiel ein Geschwür) | Schwarzer, teerartiger Kot, Erbrechen mit Blut, blasses Zahnfleisch | Sofort |
Was Sie zu Hause tun können
- Stellen Sie immer frisches Wasser bereit und lassen Sie Ihren Hund oft nach draußen.
- Fotografieren Sie den Kot und sammeln Sie eine frische Probe in einem sauberen Behälter oder Beutel für die Tierarztpraxis.
- Wenn Sie nicht sicher sind, ob dunkler Kot Blut enthält, streifen Sie etwas davon auf weißem Küchenpapier ab. Dunkelrot oder Schwarz deutet auf verdautes Blut hin, dann muss Ihr Hund sofort zum Tierarzt. Auch Innereien und dunkles Fleisch wie Rind oder Wild können den Kot dunkler färben. Ist der Kot dunkler als sonst und Sie wissen nicht, warum, rufen Sie Ihre Tierarztpraxis an.
- Bis der Kot wieder normal ist, verzichten Sie auf Leckerlis, fettiges Futter und Essensreste. Wenn Sie später das Futter wechseln, stellen Sie es schrittweise über ein bis zwei Wochen um.
Was Sie nicht tun sollten
- Nehmen Sie das Wasser nicht weg, außer Ihr Tierarzt rät dazu.
- Geben Sie keine Medikamente für Menschen und keine Magen-Darm-Mittel, außer Ihr Tierarzt rät dazu.
- Warten Sie nicht auf Anzeichen, wenn Ihr Hund Rattengift gefressen haben könnte. Sie zeigen sich oft erst 3 bis 7 Tage später. Rufen Sie sofort eine Tierarztpraxis an.
- Warten Sie bei geleeartigem, blutigem Durchfall mit Erbrechen nicht ab, ob es von selbst besser wird. Hunde können durch den Flüssigkeitsverlust in einen Schock geraten, bevor sie ausgetrocknet wirken.
- Bringen Sie einen Welpen oder ungeimpften Hund mit blutigem Durchfall nicht auf Hundewiesen oder zu anderen Hunden, und rufen Sie vor dem Besuch in der Praxis an.
Was Sie dem Tierarzt sagen sollten
- Wann Sie das Blut zuerst bemerkt haben, wie oft es vorkam und ob der Kot geformt, weich oder wässrig war
- Wie es aussah: rote Streifen, rote Tropfen am Ende, Schleim, geleeartiger Durchfall oder schwarzer, teerartiger Kot (zeigen Sie das Foto oder bringen Sie die Probe mit)
- Alles, was Ihr Hund gefressen haben könnte: Müll, verdorbenes Futter, Knochen, Stöcke, Spielzeug, Essen vom Tisch, Rattengift oder Medikamente
- Weitere Anzeichen: Erbrechen, Appetit, Energie, Farbe des Zahnfleischs, Pressen, Gewichtsveränderung
- Impfungen und Entwurmung, ein kürzlicher Futterwechsel und kürzlicher Stress
Häufige Fragen
Mein Hund hat Blut im Stuhl, ist aber fit. Was kann das sein?
Etwas hellrotes Blut, oft am Ende des Kotabsatzes und manchmal mit Schleim oder Pressen, stammt meist aus dem hinteren Darmabschnitt. Stress, ein Futterwechsel, verdorbenes Futter und Darmparasiten gehören zu den häufigen Ursachen. Viele dieser Fälle bessern sich schnell; bei stressbedingter Kolitis zum Beispiel klingen die Anzeichen meist innerhalb von drei bis fünf Tagen ab. Rufen Sie trotzdem gleich Ihre Tierarztpraxis an, denn nur eine Untersuchung und eine Kotprobe können die Ursachen unterscheiden. Gehen Sie sofort, wenn mehr Blut kommt, der Kot schwarz oder geleeartig wird oder Ihr Hund erbricht oder matt wirkt.
Hellrotes Blut oder schwarzer Kot beim Hund: Was ist der Unterschied?
Hellrotes Blut kommt meist aus dem hinteren Darm, etwa dem Dickdarm oder Enddarm, und ist nicht unbedingt ein Zeichen für eine lebensbedrohliche Erkrankung. Schwarzer, teerartiger Kot enthält verdautes Blut und weist auf eine Blutung weiter oben hin, etwa im Magen oder Dünndarm. Dann muss Ihr Hund sofort zum Tierarzt. Zum Prüfen streifen Sie etwas Kot auf weißem Küchenpapier ab: Dunkelrot oder Schwarz deutet auf Blut hin. Auch Innereien und dunkles Fleisch wie Rind oder Wild können den Kot dunkler färben. Ist der Kot dunkler als sonst und Sie wissen nicht, warum, rufen Sie Ihre Tierarztpraxis an.
Ist blutiger Durchfall beim Hund ein Notfall? Kann ein Hund daran sterben?
Plötzlich viel blutiger, geleeartiger Durchfall, der wie Himbeermarmelade aussieht, ist ein Notfall, besonders zusammen mit Erbrechen. Hunde können so viel Flüssigkeit verlieren, dass sie in einen Schock geraten, bevor sie ausgetrocknet wirken; kleine Rassen und Zwergrassen sind häufiger betroffen. Mit schneller Behandlung in der Klinik erholen sich die meisten: In einer Studie mit 237 Hunden, die mit Verdacht auf diese Art von plötzlichem blutigem Durchfall stationär behandelt wurden, konnten 96 % entlassen werden. Ohne Behandlung kann das Sterberisiko hoch sein.
Warum hat mein Hund schleimigen Durchfall mit Blut?
Schleim mit etwas frischem Blut, häufig kleine Mengen weicher Kot und Pressen sind typisch für eine Entzündung des Dickdarms (Kolitis). Stress, ein Futterwechsel, Infektionen und Parasiten wie Peitschenwürmer oder Giardien sind häufige Ursachen, und die meisten Hunde erholen sich mit Behandlung schnell. Viel roter, geleeartiger Durchfall wie Himbeermarmelade ist etwas anderes und erfordert sofort einen Tierarzt, ebenso Blut und Schleim im Kot eines Welpen, denn das kann ein Zeichen für Parvovirose sein. Auch bei einem erwachsenen Hund, der sonst fit ist, rufen Sie gleich Ihre Tierarztpraxis an.
Mein Welpe hat Blut im Kot. Was soll ich tun?
Gehen Sie sofort mit Ihrem Welpen zum Tierarzt. Parvovirose betrifft vor allem nicht vollständig geimpfte Welpen im Alter von 6 Wochen bis 6 Monaten: Sie beginnt mit Müdigkeit, Appetitlosigkeit und Erbrechen, danach folgt Durchfall, der Blut und Schleim enthalten kann, und der Zustand kann sich schnell verschlechtern. Ohne Behandlung überleben die meisten nicht. Auch Hakenwürmer können bei jungen Welpen zu starkem Blutverlust führen, der oft tödlich endet. Rufen Sie vor dem Besuch in der Praxis an, damit das Team Ihren Welpen von anderen Hunden fernhalten kann.
Ähnliche Symptome
Quellen
- Disorders of the Stomach and Intestines in Dogs (Pet Owner Version), Merck Veterinary Manual
- Acute Hemorrhagic Diarrhea Syndrome in Dogs (Professional Version), Merck Veterinary Manual
- Gastrointestinal Parasites of Dogs (Pet Owner Version), Merck Veterinary Manual
- Acute Hemorrhagic Diarrhea Syndrome in Dogs (Hemorrhagic Gastroenteritis), VCA Animal Hospitals
- Colitis in Dogs, VCA Animal Hospitals
- Anticoagulant Rodenticide Poisoning in Dogs, VCA Animal Hospitals
- Diarrhea, Cornell Richard P. Riney Canine Health Center
- Parvovirus: Transmission to Treatment, Cornell Richard P. Riney Canine Health Center
- A Retrospective Study of 237 Dogs Hospitalized with Suspected Acute Hemorrhagic Diarrhea Syndrome: Disease Severity, Treatment, and Outcome, Journal of Veterinary Internal Medicine, 2021
- What to Do If You Find Blood in Your Dog’s Stool, American Kennel Club
Zuletzt geprüft am 25. Oktober 2026